Kultur

 

 

 

 
 
 
     
Galilei, Galileo (1564 - 1642)
 
Galileo Galilei
Galileo Galilei
 

Im Zeitalter der Aufklärung trat die Naturforschung in enge Beziehung zur Mathematik, alle seelischen Elemente wurden aus der Natur vertrieben.

Durch seine Untersuchungen zur Fall- und Wurfbewegung begründete Galilei die moderne Kinematik. Der Mathematiker war ein begeisterter Anhänger der kopernikanischen Lehre (die Sonne bildet den Mittelpunkt der Welt), was 1614 das Verbot dieser Lehre durch Papst Urban VIII zur Folge hatte. Galilei widmete ihm daraufhin eine seiner geistvollen Abhandlungen, den 'Saggiatore', in der Hoffnung, ihn für seine Thesen gewinnen zu können. Dennoch führte die neun Jahre später (1632) verfaßte Schrift 'Dialogo' zum Prozeß gegen Galilei, der mit seiner Abschwörung und Verurteilung endete.

Wie kein anderer seiner Zeit prägte Galilei die sich anbahnende neue Naturwissenschaft und ihre Methoden. Sein Konflikt mit der Kirche wurde unter anderem von Bertolt Brecht beschrieben (Galileo Galilei, 1943).

   
Gutenberg, Johannes (ca. 1396 - 1468) )
 

Mit dem Druck der 42zeiligen Bibel steuerte Gutenberg geradewegs in die Pleite, denn ständig hatte er sich Geld geliehen, um seine hohen Ausgaben zu decken. Er hatte das Werk auf 1282 Seiten mit drei Millionen gegossenen Typen gedruckt. Noch heute gehören 48 Exemplare zum kostbarsten Besitz der Kulturgeschichte.

Gutenberg lebte in einer Mainzer Vorstadtbehausung recht und schlecht von den Renten seiner Vaterstadt. Von seinem Leben ist wenig bekannt, noch weniger, wie er zu seiner Erfindung, den beweglichen Lettern gekommen ist. Gutenberg unterwies in Straßburg - nachdem die politischen Verhältnisse in Mainz für ihn unerträglich geworden waren - ehrbare Bürger in der geheimen Kunst der 'Heilspiegelproduktion'. Doch neben seinem Faible für Spiegel befaßte sich Gutenberg kontinuierlich mit schmelzbaren Formen. Viele Forscher sehen in Gutenbergs Straßburger Geheimkunst die ersten Versuche der Buchdruckerkunst. Bis zum heutigen Tage hat sich jedoch nicht das geringste Bruchstück eines Straßburger Druckes aus jener Zeit finden lassen.

 
Johannes Gutenberg
Johannes Gutenberg
   
Immanuel Kant (1724 - 1804)
 
Immanuel Kant
Immanuel Kant
 

Der Zugang zu Kant ist besonders schwer, schwerer wohl als bei irgend einem anderen Philosophen. Nicht unbedingt wegen der Umständlichkeit und Schwerfälligkeit seiner Darstellungsweise, sondern vielmehr deshalb, weil seine Philosophie der landläufigen Denkart rigoros widerspricht, weil sie eine völlige Umkehrung des Denkens und Lebens fordert, ohne dabei das Neue, das sie einführt, zu vollem Abschluß zu bringen. Doch könnte Kant nicht so tief in die geistige Bewegung eingegriffen, nicht so stark auch den Menschen als Menschen aufgeregt haben, wenn nicht aus seiner Arbeit einfache Wahrheiten sprächen, die unser ganzes Dasein umgestalten.

Im gleichen Jahr (1781), in dem Lessing, der große Dichter der deutschen Aufklärung und zugleich ihr bedeutendster Kritiker, die Augen schloß, erschien Kants erstes Hauptwerk, die 'Kritik der reinen Vernunft' mit welchem die europäische Bewegung der Aufklärung zur Vollendung und zugleich auf einer höheren Stufe überwunden wurde.

Herder, der in Kants ersten Dozentenjahren in Königsberg (Kants Heimatstadt, die er niemals verlassen hatte) studierte, preist Kants Vorzüge als Vortragender in einem Brief: "Er in seinen blühenden Jahren hatte die fröhliche Munterkeit eines Jünglings, seine offene, zum Denken gebaute Stirn war ein Sitz unzerstörbarer Heiterkeit und Freude..."

   
Konfuzius (551 - 479 v. Chr.)
 

Chinas bedeutendster Denker war ein ernster, zurückhaltender und sehr fleißiger Mensch. Der nach ihm benannte Konfuzianismus, eine Art Staats- und Sittenlehre, stellt die Familie in den Mittelpunkt des Staates.

Konfuzius sah seine Aufgabe vor allem darin, das bewährte Alte zu festigen und aus den Erfahrungen der Vorfahren die Grundsätze für die Lebenden zu gewinnen. Weder der Staat noch die Macht waren für ihn absolute Werte, sondern allein der Glaube an die Sittlichkeit und an die natürliche Harmonie: "Was du dir selbst nicht wünscht, das tue auch keinem anderen an."

 
Konfuzius
Konfuzius
   
   
zurück weiter