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| Archimedes (285 - 212 v. Chr.) |
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| Archimedes |
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"Gebt mir einen festen Standort außerhalb unserer
Erde, und ich werde die Welt aus den Angeln heben" soll der große
Mathematiker überwältigt gerufen haben, als er entdeckte, welch
gigantische Kraftleistung mit einem Flaschenzug zu vollbringen ist.
Bezeichnend für das Wirken des Archimedes ist die Art, in der er
wichtige Erkenntnisse gewonnen hat: scheinbar nebenbei, spielerisch
und wie selbstverständlich. So soll er, als er seine Badewanne bestieg
und das Wasser schließlich überschwappte, den Lehrsatz geprägt haben:
"Der Rauminhalt eines Körpers entspricht der Menge Wasser,
die er verdrängt."
Während der römischen Belagerung von Syrakus befand sich Archimedes
gerade in seiner Vaterstadt. Er entwarf einige raffinierte Abwehrwaffen,
die den Gegner lange Zeit aufhielten. Daß er auch riesige Brennspiegel
aufgestellt haben soll, die die einlaufenden römischen Schiffe im
Hafen verbrannten, ist eine Anekdote.
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| Bacon, Francis (1561 - 1626) |
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Der englische Staatsmann und Philosoph gilt als
Begründer des Empirismus, der Lehre von der ausschließlichen
Erkenntnis durch Sinneserfahrungen. Der Denker ist größer
in kühnem Entwurf als in sorgfältiger Durchbildung. Getrieben
durch eine hochfliegende Fantasie gibt er seinen Ideen gewaltigen
Schwung. Ähnlich wie Voltaire beginnt er seine Arbeit mit einem
völligen Bruch der geschichtlichen Überlieferung.
"Warum auch am Alten hängen, da in Wahrheit nicht jene
früheren Zeiten, sondern wir selbst mit den Erfahrungen der
Jahrhunderte als alt zu gelten haben? Die Zeit gleicht einem Strom,
der Leichtes und Hohles fortträgt, Schweres und Gehaltvolles
aber rasch zu Boden sinken läßt."
Mit Bacon schlägt die blinde Verehrung um, in eine ausschließliche
Schätzung der Gegenwart.
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| Francis Bacon |
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| Cäsar, Julius (100 - 44 v. Chr.) |
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| Julius Cäsar |
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Die Position als Statthalter der Provinzen 'Gallia
cisalpina' und 'Gallia transalpina' nutzte der ehrgeizige Cäsar
als Sprungbrett für seine kühn angelegten Eroberungen. Im Frühling
des Jahres 58 - die Helvetier hatten ihre bisherigen Wohnsitze in
der heutigen Schweiz niedergebrannt und suchten neues Land im eigentlichen
Gallien - stellte sich der Feldherr erfolgreich seiner ersten Schlacht.
"Cäsar trieb dieses Volk in seine Wohnsitze zurück wie ein Hirt
die Herde in ihren Stall", berichtete ein zeitgenössischer Chronist.
In einem mehrjährigen Krieg eroberte Cäsar ganz Gallien, landete
in Britannien und überschritt im Kampf gegen die Germanen den Rhein.
In siegreichen Kämpfen machte er sich zum Herrn des römischen Weltreiches
und vernichtete alle seine Gegner, gewährte aber den Besiegten mit
ungewöhnlicher Milde Gnade.
Cäsar sorgte selbst dafür, daß seine Leistungen von der Nachwelt
entsprechend gewürdigt werden konnten. Sein Buch 'Der Gallische
Krieg' brachte ihm größeren Nachruhm ein als die 'genialen' Feldzüge,
Belagerungen und Treuebrüche.
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| Dürrenmatt, Friedrich (1921 - 1990) |
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"Unsere Welt hat ebenso zur Groteske geführt
wie zur Atombombe, wie ja die apokalyptischen Bilder des Hieronymus
Bosch auch grotesk sind. Doch das Groteske ist nur ein sinnliches
Paradox, die Gestalt nämlich einer Ungestalt, das Gesicht einer
gesichtslosen Welt, und genauso wie unser Denken ohne den Begriff
des Paradoxen nicht mehr auszukommen scheint, so auch die Kunst,
unsere Welt, die nur noch ist, weil die Atombombe existiert: aus
Furcht vor ihr." (aus 'Theaterprobleme')
Dürrenmatt wurde in der Nähe von Bern als Sohn eines protestantischen
Pfarrers geboren; er studierte Philosophie und Theologie an verschiedenen
Schweizer Universitäten. Das Grundthema aller Werke Dürrenmatts
ist der Versuch, den Standort des Menschen zu bestimmen. Als leidenschaftlicher
Moralist galt er unter den Schweizer Schriftstellern als eine Art
'enfant terrible'.
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| Friedrich Dürrenmatt |
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